Millionenbeträge steckt die Ortsgemeinde in den Neu- und Ausbau ihrer Kindertagesstätten. Doch werden die Plätze, die neu geschaffen werden, am Ende reichen? Der Gemeinderat lauschte am Dienstagabend interessiert den Erläuterungen des zuständigen Beigeordneten Johannes Schöller (SPD), der über Gespräche mit den Leitern der Kindertagesstätten informierte, bei denen es um die Vergabe der 80 Plätze ging, die im Sommer frei werden, sowie um die Verteilung der angemeldeten Kinder. "Die Bescheide an die Eltern gehen dieser Tage raus", sagte Schöller, der auch vom "Trend in den Familien zum dritten oder gar vierten Kind" zu berichten wusste.

Unter Umständen könnten die Plätze, die unter anderem am "Bürgel" in einem Neubau geschaffen werden, also schon wieder knapp werden, auch durch den starken Zuzug. "Wir lassen die Container, die dort als Übergangslösung für zwei Gruppen aufgestellt worden waren, auf jeden Fall bis August 2019 stehen", ergänzte der für den Bereich Bauen zuständige Beigeordnete Thomas Glück (SPD). Schöller wies darauf hin, dass auf die Grundschule im Sommer 2019 eine große Welle an Erstklässlern zurolle. Allein die katholische Kindertagesstätte entlasse dann 27 Vorschüler, auch die Vorschuljahrgänge der gemeindlichen Einrichtungen seien stark. Die Grundschule fällt in Zuständigkeit der Verbandsgemeinde, und der bei der Ratssitzung anwesende Beigeordnete Wolfgang Böttger (CDU) versicherte, die Planungen würden fortlaufend angepasst. Derzeit geht die Verwaltung davon aus, dass die Kapazitäten der Grundschule ausreichen.
Im Lauf der Gemeinderatssitzung waren die Arbeiten an den Kitas Thema, etwa bei den "Wühlmäusen" am Dollesplatz. Die Verwaltung erhielt auf einstimmigen Beschluss eine Vollmacht zur Beauftragung weiterer Fachplaner. Der vom Architekten Gerold Lang, Bodenheim, erstellten Planung stimmte der Rat einmütig zu. Die Kosten für Umbau und Erweiterung – es entstehen unter anderem zwei weitere Betreuungsräume – belaufen sich auf 1,5 Millionen Euro, informierte Thomas Glück. Grundstücke am Leidheckenweg, deren Eigentümer sich nicht an der für den dortigen Kita-Neubau notwendigen Umlegung beteiligen wollen, übernimmt die Ortsgemeinde für mindestens 258,10 Euro pro Quadratmeter. Hier ermächtigte der Rat die Verwaltung, Vereinbarungen abzuschließen.
(Weiterer Bericht über die offene Jugendarbeit im Treff im alten Bahnhof folgt).
VERKEHRSCHAOS
Der Bodenheimer Ortsbürgermeister Thomas Becker-Theilig (SPD) monierte gegenüber dem VG-Beigeordneten Wolfgang Böttger (CDU), dass entgegen aller Absprachen die Bauarbeiten für die Feuerwehrzufahrt am B9-Zubringer parallel zur Sanierung der Landesstraße nach Mainz-Laubenheim erfolgen. Dies führe zu Verkehrschaos .
Böttger sagte, der Landesbetrieb Mobilität (LBM) habe Letztere kurzerhand vorverlegt . Gerade noch abwenden konnte die VG zusätzliche Arbeiten der Bahn gegenüber der Feuerwehrbaustelle, die ebenfalls Behinderungen mit sich gebracht hätten. Hier verfügte die Kreisverwaltung einen Stopp .
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