29.11.2018, 11:26 Uhr
Gut für Deutschland: Mehr Geld für Gesundheitsforschung
Es ist eine leidige Erfahrung vieler kranker Menschen: Ihre Krankheit ist erkannt, eine Therapie gerade gefunden – aber sie wird nicht angewandt. Weil sie noch zu neu ist, oder noch nicht abschließend erforscht, oder weil die neue Technik nur für andere Bereiche frei ist. Mit einem neuen Rahmenprogramm will die CDU-geführte Bundesregierung das ändern und Forschungsergebnisse schneller umsetzen. Forschung, Gesundheitsversorgung und Gesellschaft sollen noch stärker zusammenarbeiten.
Mit dem jetzt beschlossenen Zehn-Jahres-Programm will die CDU-geführte Bundesregierung die Gesundheitsforschung fördern. Drei Ziele will sie mit dem von Bundesforschungsministerin Anja Karliczek vorgelegten Programm vorrangig erreichen: Krankheiten vorbeugen und heilen, medizinischen Fortschritt beschleunigen sowie den Forschungsstandort Deutschland stärken. Das Rahmenprogramm Gesundheitsforschung tritt ab dem 1. Januar 2019 in Kraft. Rund 2,5 Milliarden Euro sollen dafür bis Ende 2028 jedes Jahr zur Verfügung stehen.
 
Mensch in den Mittelpunkt
 
"Keine Wissenschaft berührt das Leben der Menschen so unmittelbar wie die Gesundheitsforschung", erklärte Bundesforschungsministerin Anja Karliczek. "Neue Erkenntnisse und Technologien können die Gesundheitsversorgung entscheidend verbessern. Dieses Potenzial wollen wir verantwortungsvoll nutzen." Wer krank ist soll schneller vom medizinischen Fortschritt profitieren. Patienten können früher in laufende Forschung eingebunden werden. So profitieren sie früher von Erkenntnissen und tragen durch eigene Erfahrungsberichte selbst zur Weiterentwicklung bei.
 
Personalisierung und Digitalisierung als Schlüssel
 
"Unsere Stärke ist dabei die Vielfalt des deutschen Wissenschaftssystems", betonte die Ministerin. Gleichzeitig sei es wichtig, die Zusammenarbeit zu verbessern. Wissenschaftler und Forscher sollen bei der Entwicklung neuer Heilmethoden künftig über Fachgebiete hinweg besser zusammenarbeiten. Die Arbeitsgebiete sollen enger vernetzt werden. So können Erkenntnisse, die in einem Bereich Nutzen bringen, schneller als bisher auch in anderen Bereichen zum Einsatz kommen.
 
"Wir gestalten Digitalisierung und Personalisierung aktiv mit und machen sie zum Schlüssel des medizinischen Fortschritts", so Karliczek. Therapien sollen mit modernen Methoden passgenauer auf die Menschen zugeschnitten werden. Die Leitlinie Personalisierung und Digitalisierung als Schlüssel soll deutlich machen, wie Forschungsergebnisse künftig neue Wege für bessere Gesundheit eröffnen – in Forschung und Versorgung. Karliczek: "So gestalten wir gemeinsam die Medizin der Zukunft."
 
JUK
 
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