02.05.2019, 06:15 Uhr | AZ/Kathrin Damwitz
Hilgestraße weiter "Rennstrecke"
Anwohner beklagt anhaltende Verkehrsbelastung in Bodenheim / Unbekannter überfährt Katze und flieht
BODENHEIM . Ralf Assenmacher ist entsetzt. Und sehr traurig. Seit Monaten setzt er sich dafür ein, dass der Verkehr in der stark befahrenen Hilgestraße häufiger kontrolliert wird, um Raser auszubremsen. Die Katze von ihm und seiner Frau wurde am Sonntagabend Opfer eines solchen Rasers. Sie starb, nachdem sie überfahren wurde.
 
"Der Fahrer hat noch nicht einmal angehalten und ist geflüchtet. Ein hinter ihm fahrender Mann hat einen lauten Knall gehört und dann den Kater gefunden, sich aber leider nicht das Kennzeichen des Täters gemerkt", klagt Assenmacher.
 
An die vorgeschriebene Geschwindigkeit von 30 Stundenkilometern zwischen dem Kreisel Seurreallee/Rheinalleee/Hilgestraße und dem "Vitanum" halten sich gerade abends und am Wochenende viele Fahrer nicht, hat Assenmacher beobachtet.
 
In diesem Abschnitt der Hilgestraße sind etliche Autofahrer insbesondere in den Abendstunden und am Wochenende recht flott unterwegs. Foto: hbz/Stefan Sämmer
Viele Kinder nutzen die Straße als Schulweg
 
Dann stehen keine parkenden Pkw an den Straßenrändern und es herrsche "freie Fahrt". Er weiß: "Einige Nachbarn haben schon aufgegeben, sich Katzen zu halten, weil die hier leider fast alle jung sterben." Assenmacher weist darauf hin, dass viele Kinder die Straße auch als Schulweg nutzen.
 
Die Kreisverwaltung kontrolliert den Verkehr in der Hilgestraße in Abstimmung mit der VG-Verkehrsbehörde regelmäßig, jüngste Messungen ergaben allerdings keine gehäuften Geschwindigkeitsübertretungen. Was also tun? Die Hilgestraße sei die am stärksten befahrene Bodenheimer Straße, sagt Ortsbürgermeister Thomas Becker-Theilig (SPD); insbesondere dann, wenn kein Begegnungsverkehr stattfinde, treten einige Fahrer kräftig aufs Gaspedal. Eine durchgängige Tempo-30-Zone scheide aus, da diese in einem Gewerbegebiet nicht genehmigt würde. Die Straße suggeriere zudem durch ihre Breite, dass man 50 Stundenkilometer schnell fahren dürfe. Becker-Theilig würde sich eine Sanierung wünschen, mit Radstreifen auf der westlichen Seite und dortigem Parkverbot. Allerdings gebe es noch keine Pläne, der Gemeinderat habe noch keine Entscheidung gefällt. "Der Verkehrsraum gehört so umgestaltet, dass für alle, auch für Fußgänger und Radler, die Sicherheit erhöht wird", findet Becker-Theilig.
 
Anwohner Assenmacher merkt an, dass im Gegensatz zu Messungen in Mainz, die oft zwischen geparkten Pkw durchgeführt werden, in Bodenheim ein Mercedes-Transporter eingesetzt werde, "der auch dem Blindesten ins Auge fällt". Über die Ostertage sei die Hilgestraße die Rennstrecke schlechthin gewesen. "Neben den üblichen rasenden Kleintransportern waren auch viele PS-starke Pkw und ganze Motorradgruppen extrem lautstark und schnell unterwegs."
 
Auch Wolfgang Kirch von der CDU plädiert dafür, häufiger Geschwindigkeitskontrollen vorzunehmen. Klar sei aber auch: Da es sich um ein Gewerbegebiet handele, müsse die Zufahrt zu den Firmen für Lkw gewährleistet sein.
 
 
Die Artikelverlinkung erfolgt mit freundlicher Genehmigung der VRM GmbH & Co. KG Mainz
 
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