13.12.2018, 06:26 Uhr | AZ Mainz/ Ka­thrin Dam­witz
Schlusspunkt unter emotionaler Debatte
Ratsbeschluss: Naturkindergruppe erhält Standort im "Traumgarten" / Art der Unterkunft steht noch nicht fest
BO­DEN­HEIM . Zwar ging es in der Orts­ge­mein­de­rats­sit­zung nur um die Ver­or­tung der ge­plan­ten Na­tur­kin­der­grup­pe im Grün­zug "Traum­gar­ten" und nicht um die Art ih­res Un­ter­schlupfs. Trotz­dem prall­ten die ge­gen­sätz­li­chen Mei­nun­gen in­ner­halb des Ra­tes noch ein­mal auf­ein­an­der. Der Be­bau­ungs­plan "Ka­pel­le" muss­te für das Vor­ha­ben ge­än­dert wer­den. Un­ter an­de­rem wur­de fest­ge­hal­ten, dass das Ge­bäu­de zu­rück­zu­bau­en ist, wenn die Orts­ge­mein­de die Na­tur-Ki­tag­rup­pe nicht mehr be­treibt. Stand­ort soll ei­ne über­bau­ba­re Flä­che von 13 mal 7,60 Me­tern im Be­reich des Baum­hau­ses sein. Zwei Stell­plät­ze für Au­tos sind am öst­li­chen En­de des Traum­gar­tens vor­ge­se­hen.
 
Eine Naturkindergruppe soll im "Traumgarten" Bodenheim eingerichtet werden und im Freien spielen und lernen. Ganz so wie in der Budenheimer Naturkita, unser Archivbild zeigt eine Szene von der dortigen Bohnenernte. Archivfoto: hbz/Michael Bahr
"Da­mit star­ten wir of­fi­ziell in das ver­ein­fach­te Be­bau­ungs­plan­ver­fah­ren", re­sü­mier­te Orts­bürg­er­meis­ter Tho­mas Be­cker-Thei­lig (SPD). Trä­ger öf­fent­li­cher Be­lan­ge und Bür­ger kön­nen vom 28. De­zem­ber bis 28. Ja­nu­ar Be­den­ken und An­re­gun­gen äu­ßern. Wolf­gang Kirch, der Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de der CDU, sag­te, die Rats­frak­tio­nen sei­en sich zwar hin­sicht­lich des Stand­or­tes und der Not­wen­dig­keit ei­ner Na­tur­kin­der­grup­pe ei­nig. "Auch mit dem Groß­teil der An­woh­ner gibt es Über­ein­stim­mung. Al­ler­dings wol­len die­se nur ei­nen ge­rin­gen bau­li­chen Ein­griff in den Grün­zug", blick­te er auf die mo­nat­elan­ge "in­ten­si­ve und emo­tio­na­le De­bat­te" zu­rück. Die CDU plä­die­re auch aus die­sen Grün­den für ei­nen Bau­wa­gen. "Die­ser Ge­bäu­de­typ soll­te des­halb im Be­bau­ungs­plan fest­ge­hal­ten wer­den", un­ter­strich Kirch. Er for­der­te ei­ne text­li­che Än­de­rung, die ex­pli­zit ei­nen Bau­wa­gen nennt. Der ent­spre­chen­de An­trag wur­de al­ler­dings bei Ent­hal­tung der FWG von der SPD-Rats­mehr­heit ab­ge­lehnt, nur die fünf CDU-Mit­glie­der wa­ren da­für.
 
Dirk Mül­ler (SPD) wies da­rauf hin, dass die "Be­hau­sung se­pa­rat be­schlos­sen" wer­den müs­se. Es lie­gen noch kei­ne Da­ten zu den Kos­ten vor, und auf Dau­er sei ein Bau­wa­gen aus en­er­ge­ti­schen Grün­den nicht ge­neh­mi­gungs­fä­hig. Dr. Hol­ger Kal­bitz (SPD) er­gänz­te, auch ein Bau­wa­gen be­nö­ti­ge ein Fun­da­ment. Bei der von Kirch be­an­trag­ten na­ment­li­chen Ab­stim­mung vo­tier­ten die CDU-Mit­glie­der ge­gen die Be­bau­ungs­pla­nän­de­rung, es gab ei­ne Ent­hal­tung sei­tens der FWG, der Rest der Rats­mit­glie­der war da­für.
 
Die Ka­pel­len­stra­ße mün­det in die Orts­rands­tra­ße, und der Rat soll­te über die­sen neu­ral­gi­schen Punkt ent­schei­den. Der Ver­kehrs­aus­schuss hat­te emp­foh­len, die Aus- und Ein­fahrt zu sper­ren. Doch nun soll der Ver­kehr – Pkw, land­wirt­schaft­li­che Fahr­zeu­ge, Rad­ler – ge­mes­sen und ge­zählt wer­den, um dann ei­nen end­gül­ti­gen Be­schluss zu fas­sen. In ei­ner ge­mein­sa­men Sit­zung des Ver­kehrs- und Land­wirt­schafts­aus­schus­ses wird An­fang 2019 die Pro­ble­ma­tik er­ör­tert, be­schloss der Ge­mein­de­rat ein­stim­mig. Land­wir­te kön­nen dort er­läu­tern, wa­rum sie die­se laut Wolf­gang Kirch (CDU) "ge­wachs­ene We­ge­be­zie­hung" in die Fel­der und Wein­ber­ge be­nö­ti­gen, wie oft sie sie nut­zen und wa­rum sie kei­ne Al­ter­na­tiv­rou­ten wäh­len kön­nen. "Mit ei­ner Zäh­lung hät­ten wir ei­ne ver­nünf­ti­ge Da­ten­grund­la­ge, das ist ja kein Rie­sen­gut­ach­ten", er­klär­te Tho­mas Be­cker-Thei­lig. Die Aus­schüs­se schließ­lich sol­len sich über mög­li­che Ver­kehrs­re­ge­lun­gen wie Ein­bahns­tra­ße oder "Durch­fahrt ver­bo­ten/An­lie­ger frei" Ge­dan­ken ma­chen.
 
Ein An­trag der FWG wur­de in den Aus­schuss ver­wie­sen. Hier ging es um ei­ne Neu­re­ge­lung des Par­kens in der Worm­ser Stra­ße. In ei­nem Teils­tück (Rheins­tra­ße bis Mar­tins­tra­ße) soll das Par­ken nur auf der öst­li­chen Sei­te er­laubt wer­den. Will man bei­spiels­wei­se aus der Ne­ckars­tra­ße in die Worm­ser Stra­ße ein­bie­gen, ist die Sicht nach links näm­lich durch die der­zei­ti­gen Park­buch­ten sehr stark ein­ge­schränkt.
 
 
Die Artikelverlinkung erfolgt mit freundlicher Genehmigung der VRM GmbH & Co. KG 
 
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