16.05.2018, 05:52 Uhr | AZ Mainz/Ka­thrin Dam­witz
Rat in Bodenheim bricht Lanze für Jugendtreff
Dietmar Kalmann, der Jugendpfleger der Ortsgemeinde, informierte während der jüngsten Ratssitzung (die AZ berichtete) über seine Tätigkeit. Kalmann leitet seit 2014 mit halber Stelle den Jugendtreff im alten Bahnhof, ein für jeden offenes, kostenloses Angebot. Eine weitere halbe Stelle füllt er in Groß-Gerau aus, wo seine Arbeit einen medienpädagogischen Schwerpunkt hat.
 
Im vergangenen Jahr kamen weniger Besucher in den Jugendtreff als 2016. Foto: hbz/Jörg Henkel
Kalmann machte deutlich, dass eine weitere (Honorar-) Kraft, die ihn unterstützen könnte, sinnvoll wäre, schon aus Gründen der Aufsichtspflicht. Auch wäre es gut, wenn die Mädchen, die zum Treff kommen, eine weibliche Ansprechpartnerin hätten. Seitherige Honorar-Kräfte hatten aus familiären Gründen ihre Mitarbeit einstellen müssen. Die Zahl der Besucher sei 2017 geringer als 2016 gewesen, auch erschienen weniger Mädchen. Erschwerend hinzu kommt laut Kalmann, dass ein Teil der derzeitigen Besucher eine schwierige, bisweilen recht aggressive Gruppe bildet, die ihm viel Arbeit beschert – er muss Konflikte schlichten. Diese Jugendlichen nähmen ihre Partizipationspflichten etwa beim Aufräumen nur widerwillig wahr, legten eine Konsumhaltung an den Tag.
 
 
Vor allem Jungs schauen vorbei
 
Das Konzept des Treffs sieht so aus, dass die Besucher hier ihre Freunde treffen können, Hausaufgaben erledigen oder Bewerbungen schreiben. Gemeinsame Freizeitunternehmungen wie Kochen, PC- oder Konsolenspiele, Cocktailabende sind möglich. Der Treff hat an drei Tagen pro Woche offen, das waren 126 im Jahr 2017. Im Schnitt kamen 14 Besucher, davon 80 Prozent männliche Jugendliche, vornehmlich zwischen 10 und 15 Jahren. 64 Prozent stammen laut Statistik aus Bodenheim und Nackenheim, die Mehrzahl geht zur Realschule plus Nierstein.
 
Angeboten wurden 2017 unter anderem eine Fastnachtsparty, ein Kinder-Maltreff mit einer Kunstpädagogin in Kooperation mit der VG-Jugendpflege sowie ein Fahrradausflug nach Stromberg. Auch medienpädagogische Elternabende standen auf dem Programm. Mit dem regionalen Arbeitskreis Suchtprävention und der Kreisjugendpflege tauscht sich Kalmann aus. Wiederbeleben möchte er das Projekt Bike Park an der Bahnlinie.
 
Was die räumliche Zukunft anbelangt, so konnte Ortsbürgermeister Thomas Becker-Theilig (SPD) dem Rat verkünden, dass der Treff trotz Verkauf des alten Bahnhofs an einen Privatmann bis 2019 bestehen bleibe; dies sei im Mietvertrag geregelt. "Es handelt sich um eine wichtige Einrichtung für eine spezielle Gruppe von Jugendlichen, die von Vereinsangeboten nicht erreicht werden. Wir wollen den Treff erhalten", versicherte Becker-Theilig, der Kalmann im Übrigen für seine engagierte Arbeit dankte; dem schlossen sich Sprecher aller Fraktionen an. Jens Mutzke (SPD) regte eine stärkere Einbindung des VG-Jugendbüros an. Es müsse gewährleistet sein, dass die Besucher des Treffs nicht von einigen wenigen aggressiven Jungs vergrault werden, waren sich die Ratsmitglieder einig. Annette Marbs (FDP) unterstrich, der Treff sei als niedrigschwelliger Anlaufpunkt für all jene, die nicht in Vereinen aktiv sein wollten, unerlässlich.
 
IM RAT NOTIERT
Die Verbandsgemeinde wurde vom Rat bevollmächtigt, den Auftrag zur Bündelausschreibung für Betrieb und Instandhaltung der Straßenbeleuchtung in der Ortsgemeinde zu erteilen.
 
Die dritte Änderung des Bebauungsplans "Sport- und Gewerbepark Bürgel" wird erneut ausgelegt. Bei den in der ersten Runde im Internet veröffentlichten Unterlagen waren Baugrund- und Lärmschutzgutachten versehentlich nicht beigefügt worden, auch Angaben zur Entwässerung der Erschließungsstraße fehlten. 
 
Der Rat hat einstimmig beschlossen, dass die Aufgabe der Bestellung eines Datenschutzbeauftragten auf die VG übertragen wird.
 
Die Ortsgemeinde hat das Ansinnen des TV Bodenheim auf Zuschuss zu einer geplanten Schaumstoffgrube in der neuen Sporthalle auf Priorität 1 für die Ehrenamtsförderung gesetzt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 60 000 Euro, beim Kreis wird ein Zuschuss von 20 000 beantragt.
 
Im Rahmen des Forstwirschaftsplans sind 2017 Ausgaben von 19 893 Euro angefallen, unter anderem für Pflegearbeiten im Pappelwäldchen an der Rheinallee und für die Verkehrssicherung im Pappel- und Baumbestand an der B9.
 
 
Die Artikelverlinkung erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Verlagsgruppe Rhein Main Gmbh & Co. KG
 
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