27.04.2018, 08:59 Uhr | AZ Mainz/Dieter Oberhollenzer
Schrittweise Schließung: Kuemmerling zieht bis zum Sommer von Bodenheim nach Wiesbaden
BODENHEIM - Die Gemeinde Bodenheim gleicht derzeit einer einzigen Baustelle mit Neubauprojekten, Abrissarbeiten und Straßensperrungen an allen Ecken und Enden. Zwei Beispiele: Die für August anvisierte endgültige Schließung der "Kuemmerling"-Produktionsstätte wirft ihre Schatten voraus.
 
Der Umzug hat begonnen: Nicht mehr benötigte Edelstahltanks werden bei Kuemmerling in Bodenheim ausgebaut und an andere Henkell-Standorte transportiert. Foto: Dieter Oberhollenzer
Edelstahltanks werden bereits abtransportiert
 
Die Tage des im Jahr 2010 von der Henkell-Gruppe in Wiesbaden übernommenen "Kuemmerling"-Betriebs im Bodenheimer Gewerbegebiet, wo neben dem Kräuterlikör "Kuemmerling" auch "Wodka Gorbatschow", "Scharlachberg Meisterspirituose" und der "Pott"-Rum abgefüllt werden, sind gezählt. Denn wegen freier Produktionskapazitäten in Wiesbaden und Bodenheim ist vor knapp einem Jahr die Schließung des seit 1963 bestehenden Firmenstandorts in Bodenheim bekannt gegeben worden. "Wir wollen Schritt für Schritt bis zum Sommer umziehen", erklärt Henkell-Pressesprecher Jan Rock auf Anfrage. In Bodenheim werde noch abgefüllt; eine Produktionslinie sei aber bereits verlagert worden. "Von 57 Mitarbeitern haben 44 unser Angebot angenommen, nach Wiesbaden zu kommen", so der Pressesprecher. Derzeit werden nicht mehr benötigte riesige Edelstahltanks demontiert und in andere Henkell-Standorte abtransportiert.
 
Hinter den Kulissen haben die Gespräche und Verhandlungen über den Verkauf des 40 000 Quadratmeter großen Bodenheimer Areals für einen zweistelligen Millionenbetrag begonnen. Es soll nach AZ-Informationen zwei bis drei ernsthaft interessierte Investoren geben. Auch die Ortsgemeinde, die alle planerischen Fäden in der Hand hält, ist mit im Boot. Ein städtebauliches Konzept soll den Rahmen für eine Nachfolgenutzung abstecken, informiert Ortsbürgermeister Thomas Becker-Theilig (SPD). "Wir wollen eine Industriebrache vermeiden und können uns eine sinnvolle Mischnutzung vorstellen", so der Ortschef. Konkret meint er eine Kombination aus mehrgeschossiger Wohnbebauung ("Brauchen bezahlbare Mietwohnungen") und gewerblicher Nutzung. Den Bau einer Seniorenresidenz oder eines Baumarktes schließt er nicht aus.
 
Und ein paar Meter weiter hat der Abriss des am 9. April geschlossenen Aldi-Lebensmittelmarktes begonnen. Die neue Filiale mit einer Verkaufsfläche von 1400 Quadratmetern (bisher 985) soll bis Jahresende eröffnet werden, teilt Aldi mit.


Die Artikelverlinkung erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Verlagsgruppe Rhein Main Gmbh & Co. KG
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